Leben in Portugal

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Im Café und Restaurant

Da gibt es einmal die Cafés, die schon sehr früh geöffnet haben, weil Portugiesen in der Regel nicht zuhause frühstücken: Sie stehen lieber am Tresen und trinken einen Kaffee, essen ein kleines  süßes Gebäck - alles für wenig Geld - und gehen dann zur Arbeit.


Pastel de Nata und ein Kaffee - das ist in Portugal ein Muss.

Etwas mehr kostet es, wenn man im Café an einem Tisch sitzt und dort bedient wird,  oder gar draußen auf der Esplanada, dann wird es noch teurer. Die Preislisten hängen in den Cafés aus - und Sie werden staunen, wie billig es trotz "Spezialservice auf der Terrasse" im Gegensatz zu einem Café in Deutschland, Österreich oder gar der Schweiz ist. 

In Cafés und auch kleinen Restaurants wird oft ein Mittagessen gereicht: Neben Snacks wie Toast gibt es oft ein oder zwei Tagesgerichte (prato do dia). Die Tische sind dann mit Papierdecken gedeckt und es wird beispielsweise eine Suppe, ein Eintopf oder ein anderes Tagesgericht serviert. Viele kleine Lokale haben übrigens nur mittags geöffnet, um die im Umkreis Beschäftigten zu beköstigen, abends lohnt es sich dann nicht mehr. In Portugal haben die Firmen in der Regel nämlich keine Kantine.

 
Café in Sintra

Abends gehen Portugiesen oft entweder in eine cervejaria, ähnlich einem Brauhaus, wo es Bier und eine Auswahl an Speisen gibt. Oder in eine marisqueira, die hauptsächlich  alles Meeresgetier anbietet, vom Hummer über Gambas, Muscheln etc.

Im Café ist Trinkgeld nicht üblich, in den Restaurants sollte man seine Zufriedenheit über Essen und Service mit  5 bis 10% des Rechnungsbetrags ausdrücken. 

Verschiedene Restaurantklassen

In Portugal kennt man Restaurants mit verschiedenen "Rängen", nämlich erster, zweiter und dritter Klasse. Das steht draußen auf einem Schild angeschrieben und hat nicht automatisch mit "Sternen" (und damit der Qualität der Speisen) zu tun. 


Typisch portugiesisches Restaurant (A Casa do Luís in Azóia/Colares)

Ein Restaurant der 1. Klasse ist sicher auch eines besonderer Qualität, und das schlägt sich im Preis nieder, die beiden anderen Klassen unterscheiden sich nur durch Lage oder Größe. Muss man ein paar Stufen hinabgehen, um ein Lokal zu betreten, kann es schon als "3. Klasse" bezeichnet werden, obwohl das Essen dort ausgezeichnet ist. In diesen Lokalen gibt es häufig einen preiswerten Mittagstisch. 

Sie haben keinen richtig großen Hunger? Dann fragen Sie ruhig nach einer meia dose. Das hat nichts mit Dosenfutter oder Konserven zu tun, sondern bedeutet schlicht „halbe Portion“. Es ist in den meisten Lokalen übrigens kein Problem, sich zu zweit ein Hauptgericht zu teilen. Die Portugiesen servieren fast alles als riesige Portion. Nicht nur im Alentejo (wo das scheint’s dazu gehört), sondern im ganzen Land. 

Im Restaurant wird grundsätzlich ein "couvert"  - d.h. ein Gedeck - gereicht: Brot, Butter und Oliven sind Standard und kosten nicht viel (ca. 1-3 Euro). Falls noch Käse und Schinken oder andere Kleinigkeiten angeboten werden, kann man den Kellner umgehend bitten, sie wieder mitzunehmen, wenn man sie nicht möchte: Je nach Restaurant und Gericht können diese entradas nämlich durchaus ins Geld gehen (und sind dann unter Umständen teurer als das Hauptgericht). 

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