ultramar - wörtlich „jenseits des Meers“ - das ist in Portugal die Kurzbezeichnung für die außereuropäischen Kolonien in Übersee. Portugal war - das weiß heute kaum mehr jemand in Europa - das erste wirkliche "Weltreich", außerdem die am längsten bestehende Kolonialmacht. Begonnen hatte das bereits 1415 mit der Eroberung von Ceuta (heute Spanien). Im beginnenden 16. Jahrhundert wurde das kleine Königreich zur globalen Handels- und Seemacht und hatte Kolonien auf dem ganzen Erdball. Portugal war damals die reichste Nation der bekannten Welt. Geendet hat dieses Kolonialreich im Grunde erst 1999, als die letzte portugiesische Überseeprovinz Macau an die Volksrepublik China zurückgegeben wurde. 

Portugiesische Kolonien gab es in Afrika und Südamerika, in China und Indien - und neben der Sprache, die die Portugiesen in diesen Ländern hinterließen, brachten sie auch etwas mit: Gewürze und Spezereien - und so manches Rezept, das seinen Eingang in die portugiesische Küche gefunden hat: etwa chamuças (das sind pikante Teigtaschen mit Huhn oder Hackfleisch und Gemüse gefüllt und mit scharfem Curry gewürzt), die wohl der indischen Küche entstammen oder so manches Rezepte, dessen Ursprung oder Zutaten aus Brasilien oder Afrika stammen.  

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