Die Legende der "Schwanzflosse" - Rabo do Peixe

 

Im 15. Jahrhundert begannen die Menschen, die Azoreninsel São Miguel zu besiedeln. An der Nordseite der Küste unweit des Strandes ließen sich einige Fischer und ihre Familien nieder.

Eines Tages trafen sich einige der Männer am Anlegesteg und berieten darüber, wie sie ihre Gemeinde nennen sollten.
Man war sich nicht einig, jeder hatte für seinen Namensvorschlag gute Argumente. Während die Männer verschiedene Namen und Gründe in die Runde einwarfen, tauchte plötzlich eine kleine Schwanzflosse im Wasser auf.

 

Tags zuvor war ein kleiner Fisch seinem hungrigen Fressfeind davon geschwommen, hatte blitzschnelle Haken geschlagen und es so tatsächlich geschafft, dem großen Fisch zu entkommen. Das Schicksal meinte es dennoch nicht sonderlich gut mit ihm, denn der kleine Fisch hatte sich die Wirbelsäule gebrochen und nun schwemmten die Wellen die übrig gebliebene Schwanzflosse vor sich her in Richtung Strand. Einer der Männer auf dem Anlegesteg sah dies und hatte einen neuen Namensvorschlag, den er den anderen Fischer unterbreitete: "Schaut her, es ist eine Schwanzflosse. Unsere Gemeinde wird ab sofort 'Rabo do Peixe' (=Schwanzflosse) heißen."
Die anderen Männer brachen in lautes Gelächter aus. Doch schnell wurden sie sich einig, denn sie hielten es durchaus für ein sehr passenden Namen für ein Fischerdorf.

Heutzutage ist Rabo do Peixe eine der größten Gemeinden in São Miguel und seine Bewohner sind weiterhin hauptsächlich Fischer.

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